Freitag, 17. Juli 2015

Kurz-Rezension: Die Königin der Schatten von Erika Johansen

Heute gibt es von mir nur eine kleine Übersicht über die bisher im Juli gelesenen Bücher. Zur Zeit kann ich mich nicht aufraffen immer längere und ausführliche Rezensionen zu schreiben, dazu noch Daten und Informationen zu sammeln.
Meist ist das für mich auch nebensächlich, wenn ich Rezensionen lese. Ebenso wie Kurzbeschreibungen.

Das erste Buch, dass ich im Juli beendet habe, habe ich noch aus dem Juni mit rüber genommen.

Die Königin der Schatten
Erika Johansen


Das Buch hat mir alles in allem ziemlich gut gefallen. Anders als erwartet ist es kein reines High-Fantasywerk. Im Grunde sind die Völker, die uns präsentiert werden, die Überbleibsel einer Überfahrt aus unserer bekannten Welt, da aber bei dieser Überfahrt viel an Wissen verloren gegangen ist, gab es eine Rückentwicklung zu archaischeren Strukturen.
Das Setting also ist definitiv interessant.
Ebenso wie die Ausgangslage. Auch wenn diese reichlich einfach wirkt. Eine Thronerbin – 19 Jahre lang versteckt gehalten – kehrt zurück in ihr Königreich und wird dort mit allerlei Intrigen, Problemen und Aufträgen konfrontiert. So ziemlich jedermann will ihren Tod. Alle die ihr freundlich gesonnen sind, nehmen sie zu Beginn nicht ernst und sie muss sich zunächst beweisen um Respekt zu erlangen.
Kelsea ist eine interessante, sehr gut ausgearbeitete und dabei sehr sympathische Figur. Sie hat mit allerlei Dingen zu kämpfen, bleibt sich dabei aber sehr treu. Außerdem konnte ich mich gut in sie hinein versetzen. Sie ist nicht nur Königin, sondern auch Frau. Und für mich dabei auch noch eine Heldin, die tut was getan werden muss, ohne dabei Moral oder Großzügigkeit außer Acht zu lassen.
Es müssen nicht immer die düsteren, kaputten Figuren sein, die faszinieren. Kelsea konnte mich absolut in ihren Bann ziehen.
Den Anfang des Buches empfand ich als etwas schleppend, Gott sei Dank wurde dieser aber nicht bis zum letzten ausgereizt. Der Rest des Buches ist durchaus spannend, auch wenn er sich vor allem um die Interaktion zwischen den Charakteren dreht. Im Grunde passiert gar nicht so richtig viel, aber all die kleinen Begebenheiten ordnen sich zu einem großen Ganzen, waren interessant und lesenswert.
Leider muss ich sagen, dass mir die Stellen, in denen aus der Sicht anderer Personen geschrieben wurde, nicht so besonders gut gefallen haben. Des Weiteren war mir die Lösung einiger Probleme ein bisschen zu gewollt und erinnerte zeitweise durch den Magieaspekt zu sehr an einen Deus ex Machina.
Des Weiteren muss ich anmerken, dass ich das Gefühl habe, dass vor allem weibliche Autoren gerne zu sehr viel (vorallem sexueller) Gewalt neigen. Ich bin da relativ hart ihm nehmen, musste zeitweise bei einigen Beschreibungen, trotzdem hart schlucken.

Dennoch bekommt das Buch von mir 5 von 5 Sternen.  

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