Montag, 8. Juni 2015

Kurzgeschichte: Hope of Elantris von Brandon Sanderson

Elantris war das erste Buch, das ich von Brandon Sanderson gelesen habe. Das war noch zu der Zeit, wo ich einfach in die Buchhandlung gefahren bin, ein oder zwei Bücher aus dem Regal gezogen habe, mir den Klappentext durchgelesen und dann entschieden habe, ob ich es mitnehme oder nicht.
Das war also zu einer Zeit, wo ich noch keine Blogs oder Rezensionen gelesen habe. Der einzige Anhaltspunkt war damals meine beste Freundin (eine der besten Ratgeberrinnen ist sie aber auch heute noch), ein Forum und mein Bauchgefühl.
Außerdem war es zu einer Zeit, in der ich gerade dabei war einen SUB aufzubauen. Auf- und nicht ab.

Meine beste Freundin mochte das Buch nicht. Das hat mich damals ziemlich davon abgehalten dem Buch eine Chance zu geben. Irgendwann landete es dann vom SUB im Alt-SUB und von da aus dann auf irgendeiner ominösen Abbau-Liste.
Dann habe ich es gelesen. Und ich mochte es ganz gerne. Und ich mag es immer noch. Elantris habe ich ja erst in diesem Jahr ein zweites Mal gelesen. Außerdem bin ich Brandon Sanderson mit ganzem Leserherzen verfallen.

Ab und zu muss ich dann auch einfach auf seiner Homepage nachschauen. Vor allem deshalb weil ich wissen will, wie weit er mit dem nächsten Sturmlicht-Teil ist.
Letztens bin ich dann aus akuter Langeweile im Büro auf die Kurzgeschichte Hope of Elantris gestoßen.
Die Kurzgeschichte ist frei verfügbar auf seiner Homepage, da die Lizenzen bei Amazon abgelaufen sind.

Vor allem mochte ich Brandon Sanderson Kommentar dazu, wie die Geschichte entstanden ist. Kurz gesagt war das wie folgt...

Kurz nach dem Erscheinen seines Debüts begann er seine jetzige Ehefrau zu daten. Seine Ehefrau ist Lehrerin. Und eine ihrer Schülerinnen war ein riesiger Fan von Elantris.
Wie Kids in der achten Klasse (oder so) nun mal sind (bzw. sind sie das heute noch? Ich war jedenfalls ähnlich – nur eben mit Stargate und nicht mit Büchern) hat das Mädel ein Fan-Buch gebastelt. Mit Kleidung, Sprachen, politischen Dingen etc. das auf Elantris basierte.

Nun ja... auf jeden Fall war der Herr Sanderson davon sehr gerührt und da er eh vor hatte noch mal in die Welt von Elantris zurück zu kehren, hat er diese Kurzgeschichte geschrieben und die Protagonistin daraus auf dem Mädchen basieren lassen.

Die Geschichte hat etwa einen Umfang von 27 Buchseiten und ist zuckersüß geschrieben.
Die Rahmenhandlung spielt zeitlich gesehen nach Elantris. In der Rahmenhandlung erzählt das Seon Ashe dem (Elantris)-Protagonisten Raoden was es erlebt hat während des Showdowns.
Durch diese Erzählung bekommt der Leser eine andere Perspektive, einen anderen Blickwinkel und erfährt was einigen anderen Figuren so widerfahren ist.
Diese Dinge wurden in Elantris nie geklärt, waren aber auch nicht wirklich wichtig.
Für einen Fan aber ist diese Geschichte etwas absolut Besonderes. Und für mich war die Geschichte sehr stimmig.

Kennt man Elantris nicht, macht es keinen Sinn die Kurzgeschichte zu lesen, ich dagegen bin froh, dass ich es getan habe. Auch wenn ich sie auf Englisch lesen musste.
Ich war neugierig zu erfahren, was Ashe erlebt hat und was mit einigen anderen Figuren geschehen ist und ich kam total auf meine Kosten. Eine richtige Wohlfühlgeschichte. Die durchaus Spannung hat.
Das Ende der Kurzgeschichte – der zweite Rahmenteil also – hat mir dann sogar nachträglich ein paar Tränen in die Augen getrieben, weil ich so gerührt gewesen bin.
Es passiert nichts Riesiges, nichts Großes, aber eine kleine Geste, die mich schlucken lies und die einem einfach ans Herz greift.

Ich für meinen Teil hoffe sehr, dass Brandon Sanderson noch einmal nach Elantris zurück kehrt.

Alles was ich hoffen kann ist, dass er schnell schreibt, viel und so gut wie bisher. In mir hat einen großen, wirklich großen Fan gefunden.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen