Freitag, 20. März 2015

Rezension: Wolfsmond – Der dunkle Turm 5 von Stephen King

Für meine Ausgabe finde ich nicht mehr alle Angaben, daher gibt’s ausnahmweise die Angaben für eine andere Ausgabe (*klick*), die außerdem noch nicht vergriffen ist. Ich bitte das zu entschuldigen.


Wolfsmond
Stephen King
Heyne (Dez. 2004)
Originaltitel: Wolves of the Calla
Taschenbuch
ISBN 13: 978- 3453530232
960 Seiten
11,99 Euro

Kurzbeschreibung

Roland und sein Ka-Tet geraten auf ihrem Weg zum Dunklen Turm in die Calla Bryn-Sturgis, die sehr nah an dem geheimnisvollen Land im Osten liegt.
Alle paar Jahrzehnte wird das Dorf von den sogenannten Wölfen überfallen und jeweils ein Kind eines Zwillingspaars wird entführt. Wenn die Kinder zurück kommen, sind sie minder, geistig und körperlich versehrt und nur noch zu den kleinsten Aufgaben zu gebrauchen.
Aber dies ist nicht die einzige Gefahr, der sich Roland und seine Freunde stellen müssen. Im New-York einer anderen Welt schwebt eine ganz bestimmte Rose in großer Not.

Allgemeines

Wolfsmond ist wohl das beste Buch, das ich dieses Jahr bisher gelesen habe. Ich habe es geliebt, geliebt, geliebt und noch mal geliebt. Der vierte Band ist zwar schon eine Weile her, mir aber noch gut im Gedächtnis geblieben. Leider kann ich die Bücher einfach nicht am Stück lesen, da es immer genau die richtige Zeit und die richtige Stimmung sein muss, damit ich den jeweiligen Band auch wirklich genießen kann.
Aber Wolfsmond war wieder ein Meisterwerk. Ich habe ja schon Band drei und vier über alles geliebt und ich mag mich gar nicht entscheiden, ob ich Band fünf nun besser oder schlechter fand. Ich fand ich großartig und Punkt.

Aufbau und Figuren

Die Story rund um die Calla gefiel mir ein bisschen besser, als die Geschichte rund um die Rose. Aber da beides zusammenhängt, kann ich mehr als nur damit leben. Aber gerade wie die Geschichte in der Calla abläuft finde ich großartig.
Es gibt nicht direkt übereiltes Kämpfen und viel Schießerei und Action, sondern King baut die Storyline sehr geschickt, sehr ruhig, sehr überlegt, sehr logisch auf. So wie die Figur Roland einfach ist, sein muss und überhaupt.
Ich mochte die unterschiedlichen Charaktere in dem Dorf so gerne. Mit wenigen Pinselstrichen gelingt es dem Autor jedem von ihnen ein eigenes Gesicht zu geben, eine eigene Persönlichkeit mit Wiedererkennungswert.

Ich mochte es, dass Roland jemanden findet, der ihn mag und mir hat es am Ende die Kehle zugeschnürt, als es hieß: „Frauen wissen instinktiv, wenn ihre Männer gehen.“ (nicht wortwörtlich aber so ähnlich).
Also emotional fand ich die Geschichte tatsächlich sehr und manchmal hatte ich sogar einen Klopß im Hals.

Auf Susannah wird natürlich ebenfalls ein sehr großes Augenmerk gelegt und gerade das hat bei mir für einen ganz persönlichen Horror gesorgt. Viel verraten möchte ich an der Stelle nicht, und es bleiben fast alle Fragen offen und ich hoffe, dass diese im nächsten Band geklärt werden.

Highlight

Jake und seine Gabe, die immer stärker wird. Ich mag Jake einfach. Ich glaube neben Roland ist er immer noch meine absolute Lieblingsfigur. Ein Kinder-Held und dabei irgendwie tragisch und gerade diese Tragik wird vor allem in diesem Band noch mal auf die Spitze getrieben und ich habe es geliebt. Habe ich erwähnt, dass ich das Buch geliebt habe?

Und als weiteres Highlight muss erwähnt werden, wie wunderbar ich es fand Callahan wieder zu treffen. Den Prota aus „Brennen muss Salem“. Das Buch an sich mochte ich zwar damals gar nicht so gerne, als ich es gelesen habe, aber dass die Geschichte aufgegriffen wurde und seine Geschichte endlich zu Ende erzählt wird, versöhnt mich doch sehr mit dem arg offenen Ende des Buches. Ich war so so so glücklich dass ich die Hinweise sofort begriffen habe und nicht den Zaunpfahl trifft Kopf Moment am Ende des Buches gebraucht habe.

Generell begeistert es mich einfach, dass King seine Bücher so aufbaut, wie das Universum im dunklen Turm. Unterschiedliche Welten, unterschiedliche Geschichte, eine unendliche Vielzahl an Möglichkeiten und Personen.
Denn überall in seinen Bücher gibt es Hinweise auf andere Bücher von ihm und auf seine Charaktere. Im vierten Band gab es ja einen Zeitungsartikel über eine Seuche. "The Stand" lässt grüßen.
Hach, das begeistert mich. Das zeichnet für mich Stephen King als einen Autor höchster Güte aus, dass er seine Werke auf diese Weise noch auf eine andere Ebene hebt.

Fazit

Ein Meisterwerk. Bzw. die ganze Reihe bisher gefällt unendlich gut. Der zweite Teil war in meinen Augen ja sehr viel schwächer, aber ich liebe die erschaffene Welt, diese dreckigen Charaktere, die Härte, der passende Stil und ich liebe die Calla und vor allem die Frauen der Calla. Wie sehr wünschte ich mir auch Teller werfen gehen zu können.
Was für eine fantastische Welt, was für fantastische Figuren und was für ein fantastisches Buch.


Kommentare:

  1. Also, wenn du schon sagst, dass es ein Meisterwerk ist, muss ich mich wohl endlich mal dazu durchringen die Bücher zu kaufen und zu lesen. Es ist wohl sogar echt eine schande, dass ich von ihm noch nie zuvor was gelesen hab. Das wird jetzt dank deiner Rezension geändert, danke!

    Liebste Grüße und schönes Wochenende!!!

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    1. King ist ein Phänomen für mich. Manche Bücher mag ich gar nicht, andere finde ich genial. Und diese Reihe ist definitiv großartig. Abwechslungsreich, dreckig, spannend, actiongeladen, manchmal verwirrend. Hach :)

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