Freitag, 19. Dezember 2014

Vorweihnachtliches Lesen 2014 (2)

Heute hat der Start wieder ein mal sehr lange gedauert. Zunächst haben mein Kerl und ich gefrühstückt und dabei noch eine Folge Battlestar Galactica geguckt - Staffel 2 "Schwarzmarkt" - und dann muss ich zugeben, dass ich mich lange mit meinem Handyspiel aufgehalten habe.
Früher habe ich mal über Facebook "Monster Legends" gespielt - aber irgendwann auf Level 16 die Lust verloren, weil es mir zu aufwändig war, immer dafür Facebook starten zu müssen und außerdem hakte das Spiel enorm.
Ich habe dann vor einigen Wochen das Spiel als Handy-App angefangen und es bisher auf Level 24 geschafft. Da ich mich weigere dafür Geld auszugeben, komme ich natürlich nur langsam voran und sowohl Epics als auch Legendary Monster lassen natürlich auf sich warten, aber ich bin schon zufrieden wenn ich meine Viecher leveln kann und ab und an mal etwas gewinne.
Bisher bin ich bei 35 von insgesamt 155 verschiedenen Geschöpfen. Ich habe leider den Tick, dass ich lieber mit Viechern arbeite, die ich hübsch finde, als mit denen, die wirklich stark sind.
So habe ich ein enormes Faible für den sogenannten Sealion, den ich Kura Kanga genannt habe. Aber was solls.
Ich habe meinen Kerl jetzt angefixt und der spielt das Spiel ab heute wohl auch :)

Wintermärchen - Seite 135
Außerdem habe ich heute wie versprochen meinen Jahresabschluss für den Blog geschrieben und der Post ist auch etwas länger geraten, daher ging dafür auch noch Zeit drauf. Mein Kerl ist gerade einen Weihnachtsbaum kaufen und ich werde wohl noch ein bisschen lesen. Der blöde Husten fesselt mich ja eh ans Bett.

Also beginne ich heute auf Seite 141 und lasse mich mal überraschen, wohin mich das
Wintermärchen noch führen wird.


Update 1: 15:30 Uhr

Bis Seite 185 habe ich es noch gebracht, dann kam mein Mann mit dem Weihnachtsbaum nach Hause. Ein großes, sehr üppiges, dichtes Exemplar. Er ist quasi perfekt. Morgen werden wir Schmuck besorgen. Ich freu mich schon total aufs Schmücken, auch wenn wir dieses Jahr spät dran sind.

Dann haben wir noch ein bisschen an unseren Monsterns herum gezüchtet, jetzt ist mein Mann in der Sperrzone (Küche) und baut weiter an meinem Geschenk. Ich kann derweil noch ein wenig weiter lesen.
Das Buch - ja - begeistern tut es mich nicht - aber es liest sich gefällig. Die Geschehnisse wirken zeitweise ein wenig an den Haaren herbei gezogen, teilweise auch nicht glaubwürdig, aber wenn man sich darauf einlässt, zusammen auf den schönen Stil und die vielen winterlichen, sehr metaphorischen Beschreibungen, kann man es genießen.
So richtig tiefgehend sind die meisten Szenen nicht. Meistens gibt es dafür zu viel Show, statt Tell. Und im Grunde bleibt alles ein wenig oberflächlich, so dass es wirkt, als erzähle jemand ein Märchen. Abtauchen ist da manchmal ein bisschen schwierig. Und es ist so wirr, wie Träume.


Update 2: 16:25 Uhr

Na so viel weiter bin ich nicht gekommen, aber 213 ist ok. Somit immerhin über die 200er Marke gekommen. Ein bisschen Zeit möchte ich ja schon mit meinem Kerl verbringen und meinem Katerchen, der im Moment sehr viel Terror macht, wenn er nicht permanent meine Aufmerksamkeit bekommt.
Dafür geht er dann schon mal über Leichen Bücher.
Im Moment enthält das Buch viel träumerische Philosophie und manche Betrachtungen und Gespräche sind ein wenig langatmig. Aber nichts desto trotz von sprachlicher Anmut.

"Es gibt Gerechtigkeit in dieser Welt, Peter Lake, aber sie kann nicht ohne das Mysterium erlangt werden. Wir Menschen versuchen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, ohne genau zu wissen, woraus sie besteht. Deshalb rühren wir allenfalls an sie, aber jedes Fünkchen Gerechtigkeit, jede Flamme wird eines fernen Tages zu einem lodernden Feuer werden."
Seite 197


Update 3: 18:53 Uhr

Für heute ist Feierabend. 275 Seiten sind gelesen und es wird immer abgedrehter. Das Ende des Ersten Teils hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt und der Geschichte jede Glaubwürdigkeit genommen. Man fragt sich immer nur - warum tun die Personen das? Was sollen all die Nebensächlichkeiten und all die wirren Metaphern?
Ich könnte hunderte von Zitaten bringen, die dem poetischen Stil gerecht werden, aber inhaltlich ist die Geschichte bodenlos.
In Teil Zwei geht es jetzt erstmal um andere Personen - keine Ahnung ob der Protagonist des Klappentextes tot ist oder in einer anderen Spähre oder ob wir in einer anderen Zeit- oder Dimensionsebene sind. Ich habe keinen blassen Schimmer.
Jedesmal wenn man sich nicht in "Der Stadt" befindet mag ich das Buch. Das Setting ist dann so winterlich, wie ich es erhofft hatte, aber innerhalb der Stadt lebt alles nur durch den Kontrast durch Beschreibung und des Beschriebenen.
Und man kommt nicht voran. Handlung lässt auf sich warten und findet Handlung statt ergibt sie keinen Sinn.
Was für ein überaus merkwürdiges Buch. Aber trotzdem erheitert mich das Lesen. Morbide Neugierde. Dekadente Faszination. Selbstgeißelung. Was weiß ich... ich geh Abendessen kochen und sehe morgen weiter.

Kommentare:

  1. Uh, ich glaube, dein Buch wäre so gar nichts für mich. *g* Aber ansonsten klingt es, als ob du einen schönen Tag verbracht hättest. Viel Lesezeit, einen Terrorkater (davon habe ich zur Zeit auch drei, nur die Katze ist gelassen wie immer) und den perfekten Weihnachtsbaum im Haus. :) Hab noch einen schönen Adventssonntag! :)

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    1. Ich bin mir allerdings auch nicht so sicher, ob mir das Buch gefällt ^^ Aber mit den Katzen neben einem, die einen anschmusern, da lässt es sich gut lesen :)

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