Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension: The Rithmatist (1) von Brandon Sanderson

The Rithmatist
Brandon Sanderson
Tor
Taschenbuch
7,90 Euro
378 Seiten

Inhaltsangabe:


Joel ist Schüler der Armedius Akademie für besser gestellte Familien. Diese Schule beherbergt sowohl Rithmatisten, als auch normale Kinder. Joel selbst hat keine Begabung Kreidezeichnungen zum Leben zu erwecken und dennoch ist er von dieser Form von Magie überaus fasziniert und bemüht sich alles um mehr darüber zu erfahren. Joel ist ein Außenseiter, der Sohn eines Kreideherstellers und nur aus Kulanzgründen an der Akademie. Als plötzlich einige rithmatisch begabte Schüler spurlos verschwinden, wird Joel in ein Abenteuer hinein gezogen, das er so nie erwartet hatte.“


Ursprünglich las ich gerade „Die Worte des Lichts“ vom gleichen Autor, aber irgendwo in der Mitte zog sich das Buch ein wenig zu sehr und brauchte ein wenig „leichtere“ Lektüre zur Abwechslung. Also griff ich zu „The Rithmatist.“

Das Buch ist ein richtiges Wohlfühlbuch. Alle Charaktere waren herrlich sympatisch. Joel der typische kluge Junge, mit Nerdfaktor, der dabei aber irgendwie so gutmütig und sanft ist, das man ihn am liebsten Knuddeln möchte.
Sein Professor ist tüddelig, alt, eben großväterlich und freundlich.
Und sogar Melody, die weibliche Hauptfigur, ging mir trotz ihrer theatralischen Art und ihren regelmäßigen Zickereien gar nicht auf die Nerven.
Die Interaktion zwischen den drei Figuren war wunderbar herzlich, natürlich und authentisch. Stellenweise musste ich schmunzeln, an anderen Stellen taten mir die Figuren leid. Also so ein richtiges Buch zum Mitleben.
Vor all auch, weil es bei der Handlung zwischen Joel und Melody nicht um etwaiges Liebesgebändel ging, sondern um eine sehr herzige beginnende Freundschaft.

Auch das Magiesystem ist typisch Brandon Sanderson. Anders, als ich es bisher je gesehen habe. Duelle, die mit Kreidezeichnungen durchgeführt werden. Chalklinge (Kreidlinge?) - Kreidewesen, die lebendig werden können, Initationsrituale, neue Entdeckungen.
Ich war auf jeden Fall sehr fasziniert.
Ebenso gefiel mir auch der leichte Steampunk-Anteil, der die Welt weiter noch zu etwas Besonderem macht. Die Steampunkanteile spielen keine besonders großen Rolle, verleihen der Geschichte aber ein wenig Farbe.

Der Plot an sich wirkt wie ein Kriminalroman für Kinder, war aber wunderbar gelöst und trotz einiger Ahnungen hatte ich das Ende des Falles so nicht kommen sehen. Die Auflösung lässt zumindest noch hoffen, dass irgendwann einmal ein Folgeband erscheinen wird.

Das Ende der gesamten Geschichte hatte ich mir dagegen GENAUSO gewünscht. Ich lag giggelnd im Bett und habe mich sehr sehr sehr gefreut.

Alles in Allem war es für mich das perfekte Buch für zwischendurch. Im November hatte ich ja so sehr mit dem NaNo und meiner Schreiberei zu tun, dass ich für andere Bücher kaum einen Kopf hatte. Aber „The Rithmatist“ war genau das richtige Buch für diese Zeit. Und ich hoffe von Herzen, dass Brandon Sanderson noch einen Folgeteil dazu schreibt.  

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