Mittwoch, 5. Februar 2014

Rezension: In Liebe Brooklyn von Lisa Schroeder

Lisa Schroeder
In Liebe Brooklyn
Loewe Verlag 2. November 2011
Gebundene Ausgabe
Originaltitel: Chasing Brooklyn
ISBN: 978 378557079
429 Seiten
13,95 Euro


Anmerkung:

Dieses Buch habe ich ursprünglich für meine kleine Schwester gekauft. Einfach nur so, weil sie nicht so viel liest und ich mir dachte, dieses kleine Büchlein würde ihr vielleicht gefallen und weil es mir auf Grund seiner Aufmachung, mit dem schönen Cover und seine Größe direkt ins Auge fiel. Meine Schwester hat es natürlich noch nicht zur Gänze gelesen, aber ich dafür.

Kurzbeschreibung:

Brooklyn hat ihren Freund verloren und Nico seinen Bruder. Beide leiden darunter und beide auf unterschiedliche Weise. Beide vertrauen ihre intimsten Gedanken ihren Tagebüchern an. Als etwas Unvorhergesehenes geschieht scheint die Situation für Brooklyn zu eskalieren. Nico versucht zu helfen und nach und nach nähern sich die beiden in ihrem Schmerz an.

 Kritik:

Es handelt sich um ein zuckersüßes Büchlein mit einem sehr ernsten Hintergrund. Es wirft Fragen auf – wie geht man mit dem Tod eines geliebten Menschen um – ist es in Ordnung seinen Schmerz nicht nach wenigen Wochen zu vergessen – ist es in Ordnung wenn man anders leidet als andere Menschen? Was kann ich dagegen tun? Wer wird mir helfen, kann mir überhaupt jemand helfen? Was ist mit Familie, Freunden, oder gar einer neuen Liebe? Auf all diese Fragen liefert das Buch in einer wunderbar poetischen Form eine Antwort.
Mal in Form von Tagebucheinträgen, mal in Form von Briefen, mal in Form von echten Gedichten schildern Brooklyn und Nico jeweils ganz für sich ihren Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Nur selten habe ich bei diesem Buch das Gefühl gehabt, dass die Autorin ein wenig übertrieben hat – nicht unbedingt bei ihrer Wortwahl, sondern vor allem bei der Schilderung von Brooklyns Träumen.
Ansonsten jedoch wirkten die Einträge, wenn auch stilistisch nicht, aber inhaltlich durchaus glaubwürdig, wussten zu berühren und luden zum Mitfiebern, Mitträumen und Mitleiden ein.
Beide Figuren sind sympathisch, wenn auch Nico ein wenig mehr als Brooklyn und sicher für eine jüngere Zielgruppe die perfekten Charaktere für eine Identifikation. An manchen Stellen wirken sie vielleicht ein wenig zu perfekt, dies ist sowohl dem poetischen Stil als auch der Liebesgeschichte gewidmet und lässt sich leicht ignorieren

Aufmachung:

Die Aufmachung des Buches ist klein aber fein. Im Grunde ein Hingucker, durch die Farbwahl des gebundenen Covers, aber andererseits fast schon unauffällig auf Grund der geringen Größe. Aber für eine Mischung aus Roman und Gedichtband eigentlich genau die richtige Größe.
Jeder neuer Eintrag beginnt mit einer Datumsangabe und einer neuen Seite, bleibt daher übersichtlich. Das Papier dagegen ist sehr dünn, was verständlich ist, wenn man über 400 Seiten in so ein kleines Büchlein stecken möchte.
Außerdem wurde auch nicht am Lesebändchen gespart.
Gesamtfazit:
Alles in Allem ein inhaltliches, wie auch stilistisches

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