Montag, 7. Oktober 2013

Rezension zu Ausgerockt von Sören Nolte

Sören Nolte
Ausgerockt
Taschenbuch
160 Seiten


Leichte Lektüre für zwischendurch.

Kurzbeschreibung:
"Ein durchgerocktes, langes Festivalwochenende endet in der existenziellen Krise. Die heißersehnte Dusche mag den Dreck vom Körper spülen, doch wird sie auch die Seele reinigen?
Dabei fing alles so vielversprechend an. Vier Freunde auf dem Weg gen Süden, im Gepäck alles, was man für ein Festival braucht. Zwischendurch ein paar Pannen und Probleme, die das Abenteuer aber erst zu einem solchen machen ... Doch kaum auf dem Festivalgelände angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Eigentlich hätte er es ahnen können: Im Gegensatz zum vorigen Jahr ist das bewährte Herrendoppel nämlich diesmal mit der Liebsten des Kumpels und dem zurückhaltenden Thomas unterwegs. Und dann stößt auch noch unverhofft eine Freundin hinzu. Die Bilanz kann sich schließlich sehen lassen: das Dosenbier aus, das Gelände ein Sumpf, die Hand ruht am nächsten Morgen auf der falschen Frau, und ausgerechnet den Headliner hat er dank eines unfreiwilligen Besuchs in der Notaufnahme verpasst. Das Wir-Gefühl macht Platz für die Einsamkeit."


Statement:

Bevor ich hier mal meine Meinung kund tue ein kurzer Kommentar vorweg. Das Buch gibt es HIER als E-Book zu erstehen, wenn auch unter anderem Titel.
Bei mir liegt es noch als Buchausgabe unter dem Bett. Eine Freundin von mir ist damals nach Helsinki ausgewandert und hat einige Sachen (Bücher, DVDs, Klamotten etc.) bei mir und einem Kollegen unter gebracht. Wir schicken diese Sachen nach und nach hoch, aber manchmal fällt mir dann doch eines ihrer Bücher in die Hand, die ich dann lese. Aber keine Sorge, K. - Liebes, das Buch wird als nächstes den Weg zu dir finden.

Rezension:

Im Grunde hatte ich etwas anderes erwartet und auf Grund der anderen Erwartungen, war ich dann doch etwas enttäuscht. Was nicht weiter schlimm ist, denn das Buch ist kurz und bündig und lange gebraucht habe ich auch nicht zum lesen.
Irgendwie hatte ich etwas mehr Witz erwartet - oder erhofft, vielleicht etwas Außergewöhnliches, etwas Besonderes. Leider waren es doch nur die typischen Festivalerlebnisse, die ich so oder so ähnlich alle schon irgendwie selbst erlebt habe.

Der Anfang zieht sich ein wenig zu sehr, der Mittelteil weiß dann wieder zu gefallen und das Ende war dann skuril genug, dass ich tatsächlich zwischendurch lachen musste. Denn hier trifft das Typische "War doof, ne? Merkste selbst!" Sorry, aber großes Mitleid hatte ich dann mit dem Herrn Protagonisten doch nicht, denn Mensch, wer sich selbst so in die Scheiße reitet, ich weiß nicht, manche haben es nicht besser verdient.

Die -naja - philosophischen Betrachtungen zwischendurch wirken manchmal etwas zu konstruiert und einige Fehler haben sich auch eingeschlichen.
Unter anderem wird ein Tag geschildert mit etlichen Pannen und Problemen und der Protagonist beschwert sich am Laufenden Band.
Am nächsten Tag wird es dann noch schlimmer und dann heißt es aber plötzlich frei nach"Wieso musste heute alles so mies sein, wo doch gestern so ein wundervoller Tag war" - Hallo! Nicht besonders konsequent Herr Autor.

Aber ich mecker mal wieder nur, obwohl das Buch doch eigentlich ziemlich unterhaltsam gewesen ist, wenn auch nicht etwas sooooo absolut Besonderes. Wer gerne auf Festivals fährt wird sich in diesem Buch wieder finden und wer gerne über Pleiten Pech und Pannen anderer schmunzelt wird mit diesem Buch sicherlich auch nicht schlecht bedient sein.
Es ist kurz, nimmt wenig Zeit in Anspruch, weckt den ein oder anderen müden Grinser hervor und ist daher niemals vergeben Zeit.

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