Samstag, 7. September 2013

Rezension zu Drachensinger - Die Drachenreiter von Pern 4 von AnneMcCaffrey

Dieses Buch ist im Handel in der, mir vorliegenden Version nicht mehr verfügbar. Es ist aber 2009 im cbt Verlag in einer Neuauflage erschienen unter dem Titel: Drachenruf

Kurzbeschreibung:
Mellony wird in die Harfnergilde aufgenommen und muss einige Herausforderungen meistern. Denn nicht jeder dort ist ihr und ihrem Talent wohl gesonnen.

Drachensinger schließt nahtlos an den ersten Teil an. Wieder liegt das Hauptaugenmerk auf Mellony und ihrer Entwicklung. Dies Mal wieder das Leben innerhalb der Harfnergilde näher beleuchtet und das Leben des Jungen Mädchens innerhalb dieser Gesellschaft aus Neid, Intrigen, Musik, Freundschaft und neuem Vertrauen.

Ich denke, gerade junge Mädchen im Teenageralter dürften sich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren können, denn das schüchterne, bescheidene Mädchen erlebt Situationen, die den Lesern nicht fremd sein dürften. Die Schwierigkeiten sich in der Fremde zu Recht zu finden, Freundschaften zu schließen und Neider, die ihr das Talent missgönnen. Aber auch ihre Liebe zur Musik und ihren Vertrauten, den Feuerechsen.

Auch die Nebenfiguren in diesem zweiten Teil sind auf einfache, nicht ausschweifende Art beschrieben und erhalten mit wenigen Details sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Gerade Piemur, der noch im dritten Teil eine große Rolle spielen wird, ein Frechdachs und Lausbub ist einfach liebenswert und sorgt für die nötige Priese an sanftem Humor.
Aber auch Der Meisterharfner selbst, Sebell und Silvina sind fein ausgearbeitete und vor allem liebenswerte Charaktere. Gerade Silvina mit ihrer resoluten, aber mütterlichen Art, muss man einfach gern haben.

Aber auch die Antagonisten bekommen ohne großen Aufwand ein eigenes Gesicht. Außerdem wirken alle Charaktere auch weiterhin authentisch. Ihre Beweggründe, Hoffnungen, Gedanken und Handlungen sind nachvollziehbar und glaubhaft geschildert.
Der Stil bleibt kurz und bündig. An manchen Stellen hätte es auch gerne mehr Details geben können, aber so verhindert die Autorin, dass diese netten, kurzen Romane überladen oder bestimmte Szenen gestellt wirken könnten.

Inhaltlich ist an dem zweiten Buch der Trilogie nichts auszusetzen. Es wirkt auch nicht wie das typische Lückenfüllerbuch, sondern führt das erste Buch noch weiter fort, sorgt für Plot relevante Höhepunkte und bringt die Geschichte der Protagonistin am Ende des Buches zu einem befriedigenden Ende, ohne der Figur das Potential für weitere Geschichten, bzw. Handlungen zu nehmen.

Auch wenn das Ende etwas plötzlich daher kam, und im Grunde wie im ersten Teil ein wenig vorhersehbar gewesen ist, war ich sehr zufrieden und musste mir ein oder zwei kleine Freudentränen aus den Augenwinkeln wischen. Denn nichts anderes wünscht man sich als Leser für die Figuren, die einem mit der Zeit wirklich ans Herz gewachsen sind, auch wenn bisher beide Bücher nicht mit einer hohen Seitenanzahl aufgewartet haben.

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