Sonntag, 14. Juli 2013

Ein Frühling voller Liebe von Sharon Owens

Sharon Owens
Ein Frühling voller Liebe
Knaur TB (6. Januar 2012)
Taschenbuch
Originaltitel: It must be Love
ISBN: 978-3426504192
352 Seiten
8,99 Euro

Eine mittelmäßige Lovestory mit zu vielen unglaubwürdigen Nebenebenen.

Kurzbeschreibung:
Sarah kann nicht damit leben, dass ihr perfekter zukünftiger Ehemann den Unfalltod seiner ersten Liebe nicht verwunden hat und verlässt ihn. Um ihrer Vergangenheit zu entfliehen, macht sie Urlaub in einem kleinen Städtchen namens Redstone in Irland. Dort findet sie neue Freunde und auch eine neue Liebe. Doch es ist nicht alles so perfekt wie es scheint.

Gelesen habe ich den Roman in einer Nacht. Nicht weil er so gut war, oder der Schreibstil, die Charaktere oder gar die Atmosphäre so überzeugend daher kamen, sondern eher, um es so schnell wie möglich hinter mir zu haben.
Der Beginn des Buches wirkt unfassbar unglaubwürdig und die Handlungen aller teilhabenden Figuren sind vollkommen überzogen. Die Hauptfigur wirkt in ihrer Verzweiflung eher lächerlich und blieb mir bis ans Ende absolut unsympathisch. Leider war das bei fast allen Figuren der Fall.

Als Sarah endlich in Redstone ankommt (Der Weg bis dahin musste natürlich unbedingt in allen Einzelheiten und nichtssagenden uninteressanten Details geschildert werden) wird es etwas besser. Das mit der Glaubwürdigkeit schafft die Autorin zwar immer noch nicht, aber die Figur wirkt etwas gemäßigter. Obwohl es auch hier immer noch schwierig ist Sarah zufrieden zu stellen. Irgendwie lässt sie erst mal an nichts ein gutes Haar.
Wer ein romantisches erstes Zusammentreffen mit Ethan erwartet, so richtig mit Magenflirren, Herzflattern und feuchten Händen wird enttäuscht. Selten habe ich „eine Liebe auf den ersten Blick“ so nüchtern erlebt. Ethan wirkt bis zum Schluss wie ein guter Freund, der die zweite Wahl ist. Also auch hier kommt keine Atmosphäre in der Interaktion mit den Figuren auf. Das einzige was hübsch (nicht wirklich gut, aber hübsch) beschrieben wird, ist die Umgebung und die Natur.

Bis es dazu kommt muss der Leser aber noch Sarahs hundert neue Freundinnen kennen lernen, die alle mehr als eine Baustelle in ihrem Leben haben und die allesamt nur nerven. Da wäre eine krieselnde Ehe, eine drogensüchtige Tochter, eine langwierige Reise nach Amerika und Geldprobleme. Und natürlich ein großes, dramatisches Geheimnis in der Vergangenheit. Ich muss zugeben, dass mich die Nebenstränge, die irgendwann einen Großteil des Romans einnehmen, eher gelangweilt, vielleicht sogar fast schon genervt haben.

Der sogenannte Höhepunkt, der dann Sarahs neues Glück ins wanken geraten lassen soll, wirkte im Gegensatz zu all dem Vorangegangenen harmlos und war schneller abgehandelt als alles andere.
Am Ende ist dann natürlich Friede Freude Eierkuchen, was das Ganze zwar grundsätzlich abschließt, mich aber enorm unzufrieden zurück gelassen hat.
Das einzige, was ich nie überwinden konnte, war der Verlust des rosanen Hauses. Das einzige was ich wirklich mochte an diesem Roman.
Also von mir keine Kaufempfehlung. Nur wer wirklich wirklich seichte Literatur zu schätzen weiß, der kann gerne zu diesem Buch greifen.

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